Kromfohrländer

Welpenförderung

Die Entscheidung fällt in den ersten Wochen

Ein Hund, sollte mit dem Besitzer problemlos und zufrieden leben können.

Dazu benötigt der Welpe auf dem Weg zu einem Traumhund:

  1. Fähigkeit zur Bindung
  2. Ruhiges Temperament
  3. Neugierde und Explorationsfähigkeit
  4. Freundlichkeit und Anhänglichkeit
  5. Tolerierbare Einflussnahme des Besitzers
  6. Anpassungsfähigkeit

Was der Besitzer an Eigenschaften mitbringen sollte, sollte eigentlich klar sein. Dir Vorbereitung durch den Züchter ist für das spätere Zusammenleben entscheidend.

Hier wird mit kommenden Beiträgen erklärt, wie die Qualität der Beziehung zu einem Welpen, diesen in seiner Entwicklung positiv beeinflussen kann.

Bei Bonnas Kindern handelt es sich um handaufgezogene Welpen. Die Welpen sind sehr stark auf den Menschen geprägt. Kromis sind es aber schon vom Ursprung her. Da man dies nicht unbedingt potenzieren sollte, ist eine Welpenschule unabdingbar.

Handaufgezogene Tiere müssen dringend die typischen Verhaltensweisen der eigenen Art erlernen. Aus diesem Grund sollten sie z.B. eine Welpengruppe besuchen und der Welpe sollte täglich mit anderen Hunden Kontakt haben dürfen. Das bedeutet nicht, dass man denkt, die Welpen müssen etwas unter sich ausmachen und ständig als Quitschie missbraucht werden. Da muss sofort eingegriffen werden. Kromis sind eher ängstlich und Angst verhindert die Aufnahme von Informationen. In einer Welpenstunde muss der Halter auch in Bewegung sein und seinem Welpen folgen. Wenn etwas Angst macht kann der Mensch die Führung übernehmen, sich auch niederknien und dem Welpen einen Schutz zwischen den Beinen anbieten indem der „Verfolger“ oder „ Angreifer „ weggeschubst wird.

Der Welpe ist in einer Welpenstunde gut aufgehoben in der:

  1. Nicht gebrüllt wird
  2. Eine Anzahl von maximal 6 Welpen anwesend ist (Hunde können max. 6 Lebewesen im Blick behalten).
  3. Eine Altersbegrenzung herrscht (pubertierende Hunde haben dort nichts zu suchen).
  4. Ein Welpe nicht ständig taktiert wird.
  5. Die Größe der Welpen auch eine wichtige Rolle spielt.
  6. Der Halter ebenfalls in Bewegung ist und seinem Welpen folgt dh seiner Neugierde, Neues zu entdecken. Hier findet auch Bindung statt. Ich vertaue meinem Halter, könnte man denken, also kann ich die Umgebung erforschen und dazulernen. Deshalb immer dabeibleiben.

 

Wertvolle Erfahrung oder Sinnlosigkeit der Welpenstunden

  • Nur in einer stressfreien, entspannten und lockeren Atmosphäre kann der Welpe seine Angst überwinden und seine Neugierde befriedigen. Wenn permanent Druck herrscht und der Welpe ständig von großgewachsenen Dampfwalzen niedergetrampelt wird, dann ist kein Lernen möglich und erst recht keine Vorbereitung auf das spätere Leben. Welpen spielen wie kleine Kinder. Sie übernehmen Rollen, sind mal der Stärkere dann der Unterlegene, um alle Facetten eines Hundelebens auszuprobieren. Dabei lernen sie auch Signale des Anderen zu erkennen und zu verstehen, sie kommunizieren miteinander und raufen, springen den anderen an oder drehen sich seitlich weg, um verschiedene Verhaltensweisen zu trainieren.
  • Welpen, die in einer Hundeschule niedergestampft werden, können kein Spielverhalten ausbilden. Warum nicht? Sie sind damit beschäftigt, sich des Anderen zu entledigen oder zu flüchten. Ein gesundes Sozialverhalten kann in so einer Welpenmobbingstunde nicht gefördert werden. Deshalb ist es notwendig, wenn der eigene Welpe meist in einer unterlegenen Situation ist, diesem Schutz zu bieten und das auch mal gegenüber dem Hundetrainer bzw. dem anderen Halter lautstark zu äußern. Tut man das nicht, lernt der Welpe, es gibt nirgends einen Schutz noch nicht mal bei meinem Halter und entwickelt sehr wahrscheinlich ein Problemverhalten. Eigene Kompetenz und Sensibilität ist hier gefragt. In ihrem sehr guten Buch “ Ein guter Start ins Hundeleben“ ,  schreiben Gansloßer und Krivy (2020) , das Motto „Die müssen das unter sich ausmachen“, sei ein absurder und sinnloser Mythos des vorigen Jahrhunderts. Sie meinen, es darf nicht hingenommen werden, dass der eigene Welpe als Quitschie oder Tau missbraucht wird. Da muss sofort und unmissverständlich eingegriffen werden.
  • Bei den Welpenstunden sollte darauf geachtet werden, dass spielerische Heranführung an die Umweltreize und Interaktionen erlernt werden können. Fact: Ein Spiel läuft immer freiwillig ab und ein Rollenwechsel findet permanent statt. So entwickelt sich ein gesundes Sozialverhalten bei den Welpen.
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